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Effektive Behandlung von Nanofiltrationsretentaten in der ARA

Im Rahmen dieses Projektes wurden Behandlungsmethoden identifiziert, mit denen die speziellen NF-Konzentrate aus der weitergehenden Abwasserbehandlung gleichzeitig wirtschaftlich und effektiv behandelt werden können, so dass sie bei der Rückführung in die biologische Stufe keine Störungen hinsichtlich der Ablaufqualität des Abwassers hervorrufen.

Im Rahmen dieses Projektes wurden Behandlungsmethoden identifiziert, mit denen die speziellen NF-Konzentrate aus der weitergehenden Abwasserbehandlung gleichzeitig wirtschaftlich und effektiv behandelt werden können, so dass sie bei der Rückführung in die biologische Stufe keine Störungen hinsichtlich der Ablaufqualität des Abwassers hervorrufen.

Die im Konzentrat enthaltenen Stoffe sind biologisch inert, d.h. biologisch nicht weiter abbaubar. Dies würde bei einer einfachen Rückführung zu einer Aufkonzentrierung in der biologischen Stufe führen. Im Rahmen des Projektes wurden zur Lösung dieses Problems zwei Ansätze verfolgt:

Die unmittelbare Entfernung von Schadstoffen durch Flockung/Fällung:

  1. Bis zu 50 % des CSB können so entfernt werden. Der restliche Anteil verbleibt im Konzentrat, wodurch sich dieses Verfahren v. a. eignet wenn die NF nur für einen Teilstrom eingesetzt wird und nur geringe Konzentratvolumina anfallen.
  2. Die Crackung der refraktären CSB-Verbindungen durch oxidative Verfahren, verbunden mit einem nachfolgenden biologischen Abbau der wieder bioverfügbaren Moleküle: In der Summe aus direkter Oxidation und nachfolgendem anaeroben/aeroben Abbau können so, abhängig von den aufzuwendenden Betriebskosten, 40 – 80 % des CSB ohne Anfall von Reststoffen eliminiert werden.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über alle Versuchsergebnisse:



Zur Behandlung der untersuchten Konzentrate sind verschiedene Verfahren prinzipiell verfügbar und geeignet. Bei den oxidativen Verfahren ist die Wirksamkeit v. a. von den akzeptierten Betriebskosten abhängig. Die Simulation zeigte, dass für kleine Teilströme u. U. sogar eine Rückführung des unbehandelten Teilstromes unkritisch sein kann.

Das Forschungsvorhaben IGF 15290N der Forschungsvereinigung PTS wurde im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über die AiF finanziert. Dafür sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Unser Dank gilt außerdem den beteiligten Firmen der Papier- und Zulieferindustrie für die Unterstützung der Arbeiten.

Projektleiter
Benjamin Simstich

Tel: 089-12146-388
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